Durchs wilde Ost-Belgistan

 

So betitelte Werner Schöpges das RX-7-Treffen in seinem Belgischen Heimatort St. Vith, das am 17.05.2014 stattfand.

Bei schönstem Maiwetter traf man sich bis 11 Uhr am Biermuseum in St. Vith, wo sich zunächst alle Belgischen und Deutschen RX-7-Freunde beim Kaffee miteinander bekanntmachen konnten. Dass auch Mazda 616 und 929 und sogar ein Toyota Corolla (alle bekanntermaßen durch Ottomotoren angetrieben) hinzukamen, tat der Freude am Old- und Youngtimerhobby keinen Abbruch! Im Gegenteil zeigte sich wieder einmal, wie offen und freundlich Menschen miteinander umgehen, wenn sie durch ein gemeinsames Hobby verbunden sind.

Nachdem sich alle von der mehr oder weniger langen Anreise erholt hatten, wurde im Konvoi in Richtung Recht zum Blauschieferstollen aufgebrochen. Dabei wurde eine etwa 40 km lange Tour kreuz und quer durch St. Vith und die angrenzenden Gemeinden gefahren, durch kleine Sträßchen und malerische Ortschaften. Gegen 13.30 Uhr wurde auf halbem Weg an einer der legendären Frittüren Rast gemacht und standesgemäß bei Fritten und Wurst oder Schnitzel die Mittagspause begangen.

Schließlich in Recht eingetroffen, erwartete die Teilnehmer eine ca. einstündige Führung durch das Besucherbergwerk, wo bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts Blauschiefer als Baumaterial abgebaut wurde. Hier konnte man viel über das harte Arbeitsleben vergangener Generationen erfahren und einige geschichtliche Fakten aufsammeln, z.B. dass die Ortsbevölkerung von Recht gegen Ende des zweiten Weltkriegs über mehrere Wochen fast ausschließlich im Bergwerksstollen aufgehalten hat, um sich vor den militärischen Angriffen der Ardennenoffensive zu schützen.

Nach so viel Kultur und hochinteressanter Fakten, die binnen ca. einer Stunde dank der hervorragenden Schilderung unseres Referenten aufgenommen werden konnten, wurde sich zunächst vor dem Bergwerk noch kurz bei Eis und kühlen Getränken gestärkt.

Dann ging die Reise wieder zum Ausgangstreffpunkt am Biermuseum zurück, wo man abermals bei kalten und warmen Getränken in der herrlichen Nachmittagssonne sitzen und plaudern konnte!

Zwischen 17 und 18 Uhr brachen die Auswärtigen aus Nordbelgien und Deutschland dann nach und nach wieder in Richtung Heimat auf, während die ortsansässigen aus St. Vith noch länger in der Sonne sitzengeblieben sind, um den Tag Revue passieren zu lassen.

Ich selbst habe trotz mehr als 850 gefahrener Kilometer einen ganz herrlichen Tag unter lieben Freunden in unserem schönen Nachbarland Belgien erlebt! Dass in der Gegend um St. Vith fast ausschließlich Deutsch gesprochen wird, fand ich erstaunlich, aber es machte das Bestellen der Speisen und Getränke und die allgemeine Kommunikation doch etwas einfacher als gedacht.

Auch im Namen aller anderen Teilnehmer möchte ich Werner Schöpges ganz herzlich danken, dass er diese Mühe auf sich genommen und das Treffen so toll organisiert hat!

Falls es mal wieder ein RX-7-Treffen in Ostbelgien gibt, bin ich sicher sofort mit dabei!

Olaf Buchholz


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