Bilder vom Herbsttreffen 2015 in Bedburg am 02.-04.10.2015

von Michael Holschuh

Bericht vom Herbsttreffen 2015 in Bedburg am 02.-04.10.2015

von Olaf Buchholz

Am Freitag, 02.10.2015 traf sich die Mannschaft um rund 20 RX-7 aller Modelle und Baujahre wie angekündigt um 19 Uhr im Bedburger Pfannkuchenhaus in heimeliger Altstadt-Atmosphäre.

Dabei konnten die Erfahrungen der Anreise und Geschehnisse der letzten Monate – oder besser gesagt des gesamten Sommers - beim leckeren Essen ausgetauscht werden.

 

Das eigentliche Programm begann am Samstag: ab 10 Uhr trafen sich auf dem Schlossparkplatz die Übernachtungsgäste mit den neu angereisten und wurden von den Organisatoren Heike Rieger und Rolf Mach mit allen Details zum Tagesablauf versorgt. Gegen 11 Uhr sind wir nach reichlichem Plausch im Konvoi gestartet. Die Fahrt ging bei sonnigem Wetter (die einzelnen Regentropfen verschweigen wir hier einmal…) über verschlungen Pfade durch das Rheinland in Richtung Eifel. In Euskirchen war dann der erste Programmpunkt am LVR Industriemuseum erreicht. In einer geführten Tour durch die Industriegebäude der ehemaligen Tuchfabrik Müller konnten wir sehen und erleben, wie dort die Zeit der vorletzten Jahrhundertwende stehen geblieben zu sein scheint. Der letzte Inhaber der Fabrik hatte die Firma bis zur Schließung ohne größere Investitionen über 50 Jahre betrieben und dann aus wirtschaftlicher Not geschlossen. Die Anlagen fielen in einen sprichwörtlichen „Dörnröschenschlaf“, aus dem sie Ende der 80’er Jahre behutsam geweckt und in ein Museum umgewandelt wurden. Viele Anlagenteile können noch in Betrieb genommen und so ein Eindruck vermittelt werden, wie zu Zeiten der Industrialisierung gearbeitet wurde: Hitze, Kälte, giftige Chemie, gefährliche Maschinen und schwere körperliche Arbeit haben damals den Alltag geprägt. Da weiß man erst, wie gut man es heute hat!

Nach ausgiebigem Kaffee- und Kuchengenuss im Museumscafé stand die Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen zur freien Verfügung. Einige Teilnehmer sind zur nahegelegenen Michael Schumacher-Kartbahn ins nahegelegene Kerpen gefahren, andere sind spazieren gegangen und haben das angenehme Wetter im Freien genossen.

Die meisten fanden sich jedenfalls gegen 19 Uhr planmäßig in der Bedburger Mühle zum Abendessen ein.

 

Am Sonntagmorgen war wieder der Schlossparkplatz bei frühherbstlichen aber guten Wetter der Treffpunkt zur anschließenden Fahrt zum Aussichtspunkt "Skywalk", an dem man einen guten Überblick über den aktuellen Tagebau Garzweiler 2 hat. In dem aktuellen Loch sind die Ortschaften Otzenrath, Spenrath und Holz verschwunden. Im Hintergrund kann man auch sehr gut die Dampfwolken über den Kraftwerken Frimmerdsdorf, Neurath und Niederaußem sehen.

Im Anschluss sind wir durch das Geisterdorf Immenrath zum Geisterdorf Borschemich gefahren. Beide Dörfer sind bis auf einige hartnäckige Bewohner nahezu geräumt, in Borschemich sind bereits die ersten Häuser dem Erdboden gleich gemacht worden. Die Menschen sind in die Neudörfer Neu-Immenrath und Neu-Borschemich umgesiedelt worden. In Borschemich haben wir einen kurzen Halt gemacht, so dass sich jeder im Ort oder (illegal) am Grubenrand einen Eindruck über die Zerstörung wertvollen Lebensraums verschaffen konnte.

Danach sind wir zusammen zum Automuseum Rosengart gefahren. Dort haben wir eine sehr schöne und eindrucksvolle Führung durch den Sammlungsinhaber Karl-Heinz Bonk erhalten. Anschließend sind wir von Frau Bonk mit Würstchen und Käsebrot im Biergarten versorgt worden. Im Biergarten, der in der Saison ein beliebter Treffpunkt von Fahrzeugliebhabern aller Art ist, hat man außerdem einen "schönen" Ausblick auf BOA2 des Kraftwerks Neurath, direkt im Rücken hat man das Kraftwerk Niederaußem. So ist das halt in einer Tagebaugegend. Damit fand des 2015’er Herbsttreffen seinen Ausklang und die Teilnehmer verabschiedeten sich nach und nach in Richtung Heimat.

Insgesamt hatten wir wieder einmal riesigen Spaß miteinander und unseren Autos!

Im Namen aller Teilnehmer möchte ich mich für die Planung und Realisierung des Herbsttreffens ganz herzlich bei Heike Rieger und Rolf Mach bedanken!


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