19. Wankel- und Oldtimertreffen am Diemelsee

Ostersamstag, 15.04.2017

Den „Trick 17 (mit Selbstüberlistung)“ hatte ich mir schon lange vorher ausgedacht: wenn bei der Rallye beim Ostertreffen immer wieder Teams mit Fahrzeugen gewinnen, die keinen Wankelmotor unter der Haube haben, dann starten wir eben auch mit einem „Schüttelhuber“! Der neu angeschaffte Mazda 626 GC aus dem Jahr 1983 sollte uns dann auch tatsächlich dem Sieg näher bringen. Aber dazu später mehr.

Die erste Hürde des Tages war für alle das Wetter, das mit für den recht späten Termin Mitte April eher ungewöhnlichen Kapriolen aufwartete: sonning und/oder kalt hatten wir es an Ostern schon oft, oder auch mit Reifglätte und Schnee, der im Sauerland manchmal noch recht spät im Jahr fällt. Aber Dauerregen? Das musste doch nun wirklich nicht sein – und so konzentrierte sich das Zusammentreffen mit Frühstück und anschließender Fahrerbesprechung fast ausschließlich unter dem Dach des Startpunktes am Bikertreff Diemelsee.

Als ab 11.00 Uhr im Minutentakt zur Orientierungsfahrt gestartet wurde, ließ der Regen etwas nach um über den Tag hinweg fast gänzlich zu verschwinden. Der Stimmung tat das ohnehin keinen Abbruch! Wer angetreten war, wollte auch Spaß haben und möglichst einen Preis erringen.

So ging die Fahrt per mit Chinesenzeichen und Entfernungsangaben beschriebenem Bordbuch Richtung Osten auf Kassel-Wihelmshöhe zu, wo nach ca. 80 gefahrenen Kilometern im Restaurant des Bergparks am Herkules der Abschluss der Veranstaltung mit Essen und Siegerehrung stattfinden sollte. Über Marsberg und Volkmarsen führte die Route vorbei an Warburg bis nach Kassel. Dabei waren 18 Fragen zu den durchfahrenen Ortschaften und Sehenswürdigkeiten, sowie eine Abschlussfrage am Ziel zu beantworten. Hinzu kamen zum ersten Mal zehn Wissensfragen, die mittels eigenem Erfahrungsschatz oder unter Mithilfe von Online-Lexika bearbeitet werden sollten. Mittendrin galt es, wie üblich, auch noch zwei DKs zu absolvieren. Hier waren dann mal sportliche Ambitionen und Geschick gefragt, denn beim Curling mit Bremsscheiben und Dartpfeil-Werfen hilft weder breites Allgemein- und Wankel-Spezialwissen, noch das Smartphone weiter.

Als letzte gestartet und auch als letzte um kurz vor 16 Uhr eingetroffen, fanden mein Beifahrer (mein Neffe Lukas) und ich uns unversehens mit 303 erreichten Punkten auf dem Treppchen der Siegerehrung, nämlich auf dem dritten Platz, wieder. Auf Platz zwei fuhr das Team Brunhilde und Martin Schnurbus (306 Punkte) im Wartburg 1.3 mit authentischem Volkspolizei-Trim. Den Gesamtsieg erzielte Andreas Daab mit seinen Beifahrerinnen und hervorragenden 311 erreichten Punkten. Alle Sieger wurden mit prächtigen Pokalen belohnt.

Den Sonderpokal für das besonders sauber und vorbildlich ausgefüllte Bordbuch erhielten schließlich Kristin Schnurbus und Charlotte Schröder, die mit einer Mercedes W126 S-Klasse gestartet waren. Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern!

Wieder mal kein Wankelfahrzeug bei den Siegerteams 2017? Jetzt weiß ich zwar, wie der Pokal aussieht und dass er sich sehr gut auf dem Regal macht - aber warum man mit einem Ottomotor scheinbar besser fährt, als mit einem Wankel, will sich mir nicht erschließen…

Vielen Dank an Willi Schneider, der mit seinem Team wie immer alles super professionell organisiert hat! Wir kommen an Ostern 2018 zum 20. Jubiläum des Wankeltreffens gerne wieder, wenn wir dürfen…

Olaf Buchholz

(Fotos von Dirk Meier und Olaf Buchholz)


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