Bericht vom 20. Oster-Wankeltreffen am Diemelsee

Ostersamstag, 31.03.2018

 

Westwärts…

…so hatte Willi Schneider sein 20. Osterteffen betitelt. Und auch gleich das Ziel der Fahrt mit Balve benannt. 110 Kilometer sollten vom Diemelsee aus zu fahren sein. So weit, so gut!

Dabei waren die Wetterprognosen in den Tagen vor Ostern eher wechselhaft, aber wenigstens wurde kein Schnee oder Bodenfrost für das Sauerland vorausgesagt – ein schwacher Trost für viele potentielle Teilnehmer, denn der Ostersamstag 2018 fiel auf das wohl unglücklichste denkbare Datum: den 31.03.! Schlimmer kann es für Saisonkennzeichen-Nutzer nicht kommen, denn den März sparen viele noch für das Klassikerfahren aus.

Trotzdem waren Startliste und der Parkplatz am üblichen Treffpunkt am Nordufer des Diemelsees am Ostersamstag gut gefüllt. Nach Anmeldung und Erhalt der Bordbücher durften sich die Teilnehmer zunächst ausgiebig am reichhaltigen Buffet laben, bis Willi Schneider um 10.45 Uhr zur Fahrerbesprechung rief und letzte Tipps und Instruktionen abgab.

Ab 11 Uhr wurde dann im Minutentakt gestartet: völlig unüblich ging es schon vom Startpunkt „links ab“ – westwärts eben! Das mit „Chinesenzeichen“ und Entfernungsangaben narrensicher ausgelegte Bordbuch war wie immer auch für weniger geübte Orientierungsfahrer verständlich und lotste alle über knapp 40 Wegpunkte zur Balver Höhle an das direkt daneben gelegene Restaurant „Zur Höhle“, wo die Ankommenden die Zeit bis zur Siegerehrung mit einem verspäteten Mittagessen oder Kaffee und Kuchen, sowie erhitzten Diskussionen über die Fahrtroute verbringen konnten. Doch soweit musste man es erstmal schaffen, waren doch unterwegs – ganz nebenbei – 20 Fragen zu Wegpunkten der Strecke zu beantworten. Dazu noch fünf „Oldtimerfragen gegen Langeweile“ und eine Zielfrage, die bei einigen für rauchende Köpfe gesorgt haben. Nicht zu vergessen zwei DKs, die allen direkt hintereinander zunächst eine Geschicklichkeitsaufgabe und dann noch Spezialwissen zu den Formel-1-Rennstrecken der Welt abverlangten.

Trotz aller Strapazen sind zwischen 14 und 16 Uhr alle Teams planmäßig eingetroffen, so dass pünktlich mit der Auswertung der Antworten in den Bordkarten begonnen werden konnte. Dass z.B. der bei Olsberg überquerte Fluss die Ruhr ist und in Olsberg einige Figuren stehen, die Pfarrer Kneipp darstellen, war noch recht einfach zu ermitteln. Es galt manchmal aber auch, Entfernungen zu schätzen oder einfach den gesunden Menschenverstand (sofern vorhanden) zu bemühen.

So lagen dann auch die Bestplatzierten recht dicht beieinander und wurden mit prächtigen Pokalen belohnt: Dirk Meier (210 Punkte) hat sicher sein modernes Auto Mazda 6 nicht zum Gesamtsieg verholfen – Erfahrung und Besonnenheit sind die nötigen Werkzeuge! Den zweiten Platz mit 206 Punkten belegte Felix Schnurbus im Trabant 601 Kombi „Universal“; dicht gefolgt von Andreas Simfeld (Land Rover Defender) mit 204 Punkten.

Neben vielen Sonderpreisen für allerlei Leistungen wurde auch wieder ein Pokal für das beste Damenteam verliehen, den Vivian Reiermann mit ihren beiden Copilotinnen und dem Golf II verdient gewannen.

Insgesamt haben wir wieder einen wunderbaren Tag mit vielen Gelichgesinnten im Sauerland verbringen dürfen. Auch das milde Wetter ohne nennenswerten Regen hat seinen Teil zum Wohlbefinden beigetragen, so dass alle Teilnehmer ab 17 Uhr mit oder ohne Pokal zufrieden den Heimweg antreten konnten!

Danke, lieber Willi, dass Du mit Deinem Team wieder alles so perfekt vorbereitet hast! Uns hat es wieder mal enorm viel Spaß gemacht!

Ich wünsche mir und uns allen, dass es auch 2019 ein 21. und darüber hinaus noch viele weitere Oster-Wankeltreffen am Diemelsee geben wird!

 

Olaf Buchholz

(Bericht und Fotos)


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