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13,5. Oster-Wankeltreffen am Diemelsee Ostersamstag, 23.04.2011
Für die abergläubischen Teilnehmer hatte Willi Schneider bewusst für 2011 auf die 13. Ausgabe des alljährlich am Ostersamstag stattfindenden Wankeltreffens am Diemelsee verzichtet und lieber gleich zur 13,5. Ausgabe gerufen!
Das hat dann so viele begeisterte Wankel- und Oldtimerfreunde aus dem umliegenden Westfalen, aber auch aus ganz Deutschland und sogar Belgien angelockt, dass nicht nur die üblichen 60, sondern 70 Nennungen angenommen werden konnten.
Bei bestem Sonnenschein traf man sich schließlich ab 9.00 Uhr zum reichhaltigen Frühstück und ersten Technikgesprächen mit Gleichgesinnten am Fährhausparkplatz direkt am Diemelseeufer. Die Veranstaltung war diesmal unter das Motto „Goldrausch“ gestellt worden; und so gab es auch keinerlei Punkte für richtig beantwortete Fragen oder erfolgreich erledigte Aufgaben, sondern echte (Schokoladen-) Goldtaler, die am Schluss gezählt wurden und anschließend verzehrt werden durften.
Als bei der Anmeldung die Bordbücher ausgegeben wurden, gab es diesmal eine Überraschung: es sollte nicht, wie bisher üblich, nach Kilometerangaben gefahren werden, sondern es wurden nur die zu durchfahrenden Orte unter Ankündigung der insgesamt fünf anzufahrenden DKs genannt. Gestartet wurde etwa im Minutentakt ab 11.00 Uhr, wobei die Route, die nominell 75km lang sein sollte, über Stationen wie z.B. Giebringhausen, Goldhausen und Medebach bis zum Ziel in Willingen führte.
An insgesamt fünf DKs wurden teilweise spontane Fragen zum Standort gestellt: z.B. wo denn der Mittelpunkt des Naturparks Diemelsee sei oder welcher Bach durchs kurz zuvor durchfahrene Tal fließt. Manchmal waren aber auch bekannte Fragen aus dem Bordbuch zu beantworten, die nur beim Abfahren der korrekten Strecke zu lösen waren, z.B. wer unterwegs Gold ankauft, wie teuer der Kraftstoff an einer bestimmten Tankstelle ist, oder wie alt ein halbiertes Auto an einem Museumsgiebel ist. In Korbach wurden dann noch Fahrer und Fahrzeug einer Kontrolle durch unsere amtlichen Ordnungshüter unterzogen, was bei Erfolg (Fahrerlaubnis vorhanden, HU nicht abgelaufen usw.) mit max. zwei Talern belohnt wurde.
Etwa auf der Mitte der Tour konnten die Teilnehmer sich in Goldhausen am Eisenberg mit Nachschub an kühlen Getränken oder Kuchen versorgen. Währenddessen mussten Fragen zum dortigen Goldabbau beantwortet werden, die sich durch intensives Studium der aufgestellten Infotafeln erschlossen. Damit wurde dann auch wieder einmal das Motto der gesamten Rallye aufgenommen: „Goldrausch“.
Bevor i m Ziel am Seilbahnparkplatz an der letzten DK noch rettende Taler durch richtige Antworten erbeutet werden konnten, musste in Medebach eine der beliebten Fahrprüfungen unter Mithilfe vieler Medebacher Bürger abgelegt werden: die Teilnehmer mussten einen kurzen Parcours abfahren, während der Beifahrer einen mit Wasser gefüllten Plastikbecher aus dem Fenster zu halten hatte. Der Becher wurde nach der Fahrt gewogen und damit ermittelt, wie sanft der Fahrer gefahren und wir ruhig der Beifahrer gehalten hat. Dass das Abholen des vollen Bechers, das Ein- und Aussteigen und schließlich auch das Abstellen auf der Waage nach der Fahrt mehr „Verlust“-Wasser einbrachte als die Fahrt selbst, hat sicher viele Teams einige kostbare Taler gekostet.
Wer sich zwischendurch noch nicht an Eis und Kaltgetränken gelabt hatte, es war ja bis zur letzten Zielankunft um 16.00 Uhr genug Zeit zur Rast vorhanden, konnte dies am Ziel in der Zwischenzeit der Ergebnisauswertung tun: Im „Hof Elsenmann“ gab es allerlei Getränke und Speisen nach Wahl, bis gegen 17.00 Uhr Willi Schneider die Siegerehrung vollzog.
Sachpreise gab es für einige Disziplinen wie z.B. die längste Anreise aus der Nähe von Stuttgart (über 400 km), oder den mit 83 Jahren ältesten Teilnehmer, Herrn Pahne aus Herford, der im Team mit seinem Sohn im RX-7 FC Cabrio fuhr.
Die ersten drei Platzierungen der Goldwertung wurde mit prächtigen Pokalen belohnt: Mit 25 Talern die höchste Punktzahl und damit Platz eins erzielten Frank Menneken und seine Frau auf Mazda 1000 FA3. Da drei weitere Teams punktgleich abschnitten, musste mittels Stechfragen die weitere Wertung ermittelt werden: Dabei schnitten Laura Kleine und Theresa Gnacke (gestartet auf NSU TT, Platz zwei) besser ab als Andreas und Birgit Vielhaber, die auf Mazda RX-8 gestartet waren und schlussendlich Platz drei belegten.
Bei immer noch strahlendem Sonnenschein fuhren dann alle zufrieden wieder heim, egal, ob nun prämiert oder nicht. Denn belohnt worden sind mit Sicherheit alle, denn Willi Schneider hat wieder einmal mit seiner Familie und seinem Team eine liebevolle Vorbereitung und ausgezeichnete Organisation vollbracht, die Ihres gleichen sucht!
Wenn wir zum 14. Ostertreffen 2012 wieder an den Diemelsee kommen dürfen, sind wir sicher gerne wieder dabei. Auf das Motto und die Fahrtroute sind wir schon jetzt gespannt! Danke Willi!
Olaf Buchholz
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